Manfred Grusdt verstarb nach langer, schwerer Krankheit. Viele von uns haben, in dieser für ihn schweren Zeit, Kontakt zu ihm gehalten, um damit ihre Verbundenheit und Beistand zu bekunden.
Bereits 1992 hat er der Kreisgemeinschaft unterstützend zur Seite gestanden. Seit 2002 war er Kirchspielvertreter für Heinrichswalde nachdem er bereits seit 2000 als Stellvertreter für diese Funktion tätig war. Gleichzeitig war er Versammlungsleiter und Kassenprüfer für die Kreisgemeinschaft Elchniederung e.V. . Er hat seine ganze Kraft eingebracht, um die Erinnerungen an unsere ostpreußische Heimat zu erhalten. Dazu gehörte auch seine zusätzliche Tätigkeit als Administrator für das Bildarchiv Ostpreußen. Sein Sachwissen zu Ostpreußen, besonders zu Heinrichswalde wird sehr schwer zu ersetzen sein. Seine ruhige und bedächtige Art mit Problemen umzugehen wird bei künftigen Kreistreffen der Elchniederung sowie des Vorstandes fehlen.
Die Kreisgemeinschaft Elchniederung wird Manfred Grusdt ein ehrendes Andenken bewahren.
Im Namen des Vorstandes und aller ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Manfred Romeike
Vorstandsvorsitzender
Mehr über seinen Lebensweg HIER
Die Kreisgemeinschaft Elchniederung e.V. trauert um
Geboren am 13. April 1939 Gestorben am 03.07.2011
in Ansorge/Ostpreußen in Halberstadt/Sachsen-Anhalt
Wolfgang Klemens wurde am 13.04.1939 in Ansorge, Kreis Elchniederung geboren. Seine Eltern, Kurt und Eva Klemens, geb. Höllger, waren Bauern. Sie bewirtschafteten dort einen Hof mit etwa 210 Morgen Acker- und Weideland. Die Haupterwerbsquellen waren die Viehwirtschaft und der Getreideanbau. Er hatte noch 4 Geschwister, 2 ältere und einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester. Im Oktober 1944 begann die Flucht mit Pferd und Wagen aus Ostpreußen in Richtung Westen. Sie endete im April 1945 nach sechsmonatigem Hin und Her im Kreis Osterburg/Altmark, jetzt Sachsen - Anhalt.
Sein Vater geriet im Februar 1945 bei der Verteidigung von Ostpreußen, am Brückenkopf Heiligenbeil, in russische Kriegsgefangenschaft. Er verstarb 14 Tage nach Ende des Krieges im Gefangenenlager in Dünaburg/Lettland.
Nach der 8jährigen Schulzeit beendete Wolfgang Klemens eine 3-jährige Lehre als Gärtner und arbeitete danach in der Saatzucht der Fa. N.L. Chrestensen in Erfurt. Über den 2. Bildungsweg hatte er im Direktstudium am Institut für Lehrerbildung Magdeburg die Grundschullehrerausbildung und an der PH Halle im Fernstudium das Diplomlehrerstudium abgeschlossen. Er unterrichtete vorrangig in den Fächern Mathematik, Geografie und Polytechnik. Ab 1977 war er Direktor einer Landschule im Kreis Halberstadt am Harz und danach Kreisschulinspektor und Fachberater. Von 1993/94 war er bis zum Eintritt ins Rentenalter als Dozent und Sozialpädagoge in der Erwachsenenbildung tätig.
Seine Ehefrau Heike, die auch im Lehramt tätig war, heiratete er 1963.
Zu DDR-Zeiten war Ostpreußen ein Tabuthema. Nach der Wende hatte er mit seiner Familie und vielen Verwandten die Heimat mehrmals in Gruppen und privat aufgesucht.
Wolfgang Klemens verstarb nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit. Als Kirchspielvetreter für Skören und kommissarisch für Kuckerneese hat er viel Kraft für seinen Heimatkreis Elchniederung eingesetzt. Mit seinem Sachwissen über Skören, Ansorge und Balten hat er seinen Landsleuten wichtige Informationen geben können. Seine ruhige und besonnene Art kam bei unseren Delegierten gut an.
Die Kreisgemeinschaft Elchniederung e.V. wird Wolfgang Klemens Andenken bewahren.
Im Namen des Vorstandes und der Delegierten
Manfred Romeike
Vorstandsvorsitzender

